21 Jungs hatten sich in die Helferliste für das erste Bad Segeberg International eingetragen, um an vier Tagen Reitsport hautnah im Parcours zu erleben und ihre Kenntnisse im Parcoursbau zu vertiefen. Dafür mussten viele Jungs und Eltern teilweise schon sehr früh aufstehen, da die ersten Prüfungen teilweise bereits um 8.00 Uhr begannen. Die Veranstalter waren vom großen Ehrgeiz begeistert, mit dem die Jungs den Helferdienst durchgeführt haben. Alle anfallenden Tätigkeiten wurden von unseren Jungs ausgeführt, vom Stangen aufheben während der Prüfungen, über das Abmessen der Distanzen beim Aufbau des neuen Parcours, sowie das eigenständige Aufbauen und Einmessen von Hindernissen. Erstaunt waren einige Eltern, als ihre Jungs plötzlich mit Eimer und Lappen durch den Parcours liefen und die Stangen der Hindernisse gründlich putzten. Für diesen enormen Einsatz von über 200 Helferstunden bedankte sich der Veranstalter bei den Jungs mit einer eigenen internationalen Springprüfung, dem E–M Cup von „Jungs aufs Pferd“, bei der jeder Ritt durch den sehr erfahrenen Reiter und Ausbilder Harm Sievers kommentiert wurde, so dass jeder auch für seinen weiteren Ausbildungsweg hilfreiche Tipps mit nach Hause nehmen konnte. Bei bestem Wetter und vor hunderten von Zuschauern konnte die Jungs mit 20 Starts ihre Leistung einem internationalen Publikum, zwischen dem internationalen S–Springen und dem Barrierenspringen präsentieren und erhielten jede Menge Applaus für ihre Ritte, die teilweise unter Flutlicht geritten wurden. Den Start machten unsere Pony– und Pferdereiter der Klasse E, gefolgt von den routinierteren Jungs, die einen A, L oder M 2-Phasen–Parcours ritten. Einige Jungs nutzten die Möglichkeit, mit 2 Ponys/Pferden an den Start zu gehen, jedoch mussten sie sich bereits vor der Prüfung für ein Pferd entscheiden, mit dem sie für die Wertung des E–M Cup ritten. Nach einer Stunde stand der Sieger fest.

Carl Ludwig Hirschberg gewann mit seinem sehr ehrgeizigen Nestor, der genauso wie Carl Ludwig nur den Sieg vor Augen hatte, den ersten E–M Cup von „Jungs auf´s Pferd". Jan Luca Schmidt, der bei allen Jungs für seine routinierten und schnellen Ritte bekannt ist, gab alles und kam bis auf eine hundertstel Sekunde an die Zeit von Carl Ludwig heran. Damit wurde Luci mit einem gut durchdachten und zügigen Ritt Zweiter. Dritte wurden Antonius Marrancone mit seinem Pony Naomi, die von Anfang an ihr Grundtempo auf Sieg eingestellt hatten und mit einer flotten Nullrunde, bei der nur eine Sekunde zur Siegzeit fehlte, sich auch als Hoffnungsträger für die Zukunft präsentierten. Den vierten Platz belegte Tim Luca Bauer mit seinem Pony Virginia. Der frisch gebackene Deutsche Meister im Mannschafts – 4 Kampf und Vizemeister 4 Kampf als Einzelreiter, ritt eine routinierte, stilistisch saubere Nullrunde, für die er ein großes Lob von Harm Sievers erhielt. Henry Jarck, mit 10 Jahren, einer unserer jüngsten Teilnehmer, wurde mit seinem flotten Pony Selma Fünfter. Auf die weiteren Plätze kamen: Ole Heitmann mit Cira, Mathies Rüder mit Kaspar, Philip Schaube mit Con Brio, Mark Lorenz mit Lexor, Tom Müller mit Ibi – Sin, Lars Husmann mit Nokhaido, Sönke Sdunnus mit Carube, Brian Benedix mit Cain, Constantin Meinert mit Gwendolina, Robin Frank mit Delegado und Tom Trinczek mit Pandora. Sehr ungeduldig warteten die Jungs anschließend auf ihre erste internationale Siegerehrung, denn als Überraschung hatte der Veranstalter auch den E–M Cup von Jungs auf´s Pferd als internationale Prüfung klassifiziert und alle teilnehmenden Jungs zur Siegerehrung einreiten lassen. Es war eine kaum beschreibbare Kulisse, als die 16 Jungs mit ihren Ponys und Pferden vor dem Hauptzelt standen und beim Erklingen der Deutschlandhymne plötzlich alle „gerade und ruhig“ auf ihren Ponys und Pferden saßen und auf die Deutschlandfahne blickten. So manchem Elternteil standen dabei die Tränen in den Augen. Die anschließende Siegerehrung war geprägt von einer flotten Runde, die sich einige Eltern auch gerne etwas ruhiger vorgestellt hätten.

Wir danken allen Jungs, die dazu beigetragen haben, dass sich „Jungs auf´s Pferd“ in Bad Segeberg so positiv dargestellt hat und würden uns freuen, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid.

Euer Orgateam

Hier noch ein paar Bilder...

 

Vom 29. – 31. März trafen sich in Luhmühlen über 600 Berufsreiter aus Deutschland, um an Fortbildungslehrgängen teilzunehmen.

Peter Teeuwen, Bundestrainer der Ponyspringreiter, erläuterte an Hand praktischer Beispiele, weshalb stilistisch gutes Reiten so wertvoll ist und worauf er in der Ausbildung junger Reiter besonders achtet.

Für diese Erläuterungen wurde in der modernen Reithalle ein Parcour der Klasse M aufgebaut, den die Teilnehmer erst in Ausschnitten und später als gesamten Parcours absolvieren mussten.

Peter Teeuwen ging auf die Reitweise und den Ausbildungsstand jedes Reiters ein und erläuterte den anwesenden 600 Berufsreitern, welche weiteren Ausbildungsschritte der Reiter absolvieren muss, um die nächste Ausbildungsstufe zu erreichen.

Tom, der für diesen Einsatz natürlich das „Jungs auf`s Pferd“ Outfit gewählt hatte, konnte alle gestellten Aufgaben mit seiner Stute Pandora gut absolvieren.

Am Ende der Demonstration wurden Tom und Peter vom Chefredakteur der Zeitschrift St. Georg auf das Thema „Jungs auf´s Pferd angesprochen“. Tom bekam ein Mikro in die Hand und führte vom Pferd aus ein umfangreiches Interview mit dem Redakteur und erläuterte eindrucksvoll die tollen Events, die er bereits mit den vielen Jungs von „Jungs auf´s Pferd“ durchführen konnte. Unterstützt wurde Tom bei dem Interview von Peter Teeuwen, der eindrucksvoll schilderte, dass diese einzigartige Jugendförderung in Schleswig Holstein, unter Leitung von Heike Petersen, beispielhaft für alle Bundesländer sein sollte. Er berichtete von den Lehrgängen, die er bereits mehrfach mit den Jungs durchgeführt hat und ließ keinen Zweifel daran, dass aus dieser Gruppe viele gute Reiter ihren Weg in den gehobenen Springsport machen werden.

Die anwesenden Berufsreiter waren begeistert von dem Projekt „Jungs auf´s Pferd“. Peter und Tom wurden nach dem Interview noch von vielen Berufsreitern angesprochen und hatten noch über eine Stunde damit zu tun, alle Fragen zu beantworten.

Der Chefredakteur vom St. Georg zeigte großes Interesse einen Bericht über das nächste Sommercamp der Jungs im St. Georg zu veröffentlichen.

ist der Titel eines Berichts in den Lübecker Nachrichten vom 30.01.2014. Leider kann man den online nur lesen, wenn man Abonnent ist.

Lennart Steindl, Tom-André Trinczek und Laurens Wenzel gehören zum neuen Kader.

Für die Jugendlichen des Perspektivkaders hat der KPSV ein Förderprogramm von Reitlehrgängen und Fortbildungen zusammengestellt, die vor allem im kommenden Winterhalbjahr bei renommierten Trainern, wie Marco Dierk, Takashi Hase, Martina Hannöver-Sternberg und Harald Cornelissen, in Stormarn durchgeführt werden. Ein Mindestalter von 12 Jahren, gute sportliche Leistungen und eine entsprechende sportliche Perspektive in Dressur- oder Springreiten sind Voraussetzung für die Aufnahme in den Kader.

Die Jugendlichen werden auf verschiedenen Turnierveranstaltungen gesichtet oder von ihren Trainern vorgeschlagen.

Unverhofft kommt (nicht so) oft…

Ende November erreichte uns ein Brief vom Landesverband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern, dass Lennarts Pony Velix L (gezogen in Mecklenburg von der Züchtergemeinschaft Lange) aufgrund der Anzahl der Erfolge mit Lennart in dieser Saison Landeschampion der 6- und 7-jährigen Dressurponys geworden ist. Damit hatte keiner von uns gerechnet!

Wir bekamen eine Einladung nach Redefin, wo am 9. November im Rahmen der Mecklenburger Körtage auch eine Ehrung der jeweiligen Landeschampions Dressur, Springen und Fahren stattfinden sollte.

Also machten wir uns mitsamt Pony, Familie und (kleinem) „Fanclub“ auf nach Redefin, wo wir schon von Velix Züchter, der sich sehr freute „sein“ Pony wiederzusehen, erwartet wurden. Nach Beendigung der Hengstkörung fand dann die Ehrung statt. Die Dressurpferde und -ponys machten den Anfang. Für Lennart und Velix war es die bisher größte Kulisse, vor der sie „auftreten“ durften – beide waren aufgeregt. Aber auch diese Aufgabe wurde gemeistert und in der Ehrenrunde zeigte Velix noch einmal, was in ihm steckt – Lennart hatte „alle Hände voll“ zu tun und vermutlich hat keiner gemerkt, dass Velix mittlerweile kein Hengst mehr ist ;-))