Vom 20. bis 23. Juli fand auf der wohl eigens für Jungs gemachten Anlage von Familie Carstens in Havighorst bei Hamburg wieder ein Jungs Camp statt. Nie zuvor waren wohl so viele prominente Reiter bereit, den männlichen Nachwuchs zu fördern wie in diesem Jahr. Nur durch das außerordentliche Engagement von Familie Carstens war es gelungen, für die Reiteinheiten am Montag und am Donnerstag Trainer von Weltrangniveau zu gewinnen. Am Montag stellten Christian Hess, Mylene Dietrichsmeyer und Sandra Auffahrt den sechs Reitgruppen zu je drei bis vier Kindern ihre leistungsbezogenen Aufgaben. Jeder Junge konnte auf seinem Niveau Spring- und Parcours-relevante Aufgaben lösen. Nachdem die Zelte aufgestellt waren und alle sich mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht hatten war schnell klar, dass die kommenden Tage bei so herzlicher Aufnahme toll werden würden. Bei Grillwurst und Nacken war der erste Tag auch im nu vorbei.

Damit der Fun nicht zu kurz kommt waren am Dienstag und Mittwoch Kultur und „Ausgleichssport“ angesagt. Nach der ersten Nacht im Zelt auf der Wiese zwischen Fußballfeld und Reithalle ging es nach dem Frühstück auf zur großen Hafenrundfahrt. Am Nachmittag war ein kühles Bad im Tonteich bei Reinbek genau die richtige Abkühlung. Für den Abend hatte sich Beatrix Carstens ein für alle Beteiligten gleichermaßen spaßbringendes Event ausgedacht. Am frühen Abend kam Fr. Soetbeer vom Nachbarbetrieb mit ihrem Volti-Pferd und hat für jeden Jungen eine kurze Einführung in den Sport gegeben. Es wurde viel und herzlich gelacht und applaudiert. So beschwingt wurde noch lange in den Zelten bei Taschenlampenlicht getuschelt.

Am Mittwochmorgen nach einer Dusche in der Pferdewaschbox mit warmem Wasser hat Bernd Carstens nach dem Frühstück den Gashahn aufgerissen und gezeigt was in seinem Quad steckt. Damit das Ganze aber auch für alle anderen zum Racing Ereignis wird, hat er einen Lenkschlitten drangebunden und ist mit den Jungs in der Reithalle im Sand gedriftet. Das war ganz nach dem Geschmack der Jungen!

Wieder auf dem Wasser aber ohne nasse Füße, so könnte das nächste Event beschrieben werden. In riesigen Wasserbällen im Bergedorfer Schloßgraben purzelten die Jungs übers Wasser. Zurück geshuttelt hatte Bernd Carstens noch ein Fußballmatch auf dem Programmzettel, damit auch jeder auf seiner "Luma" süße Träume hatte.

Am Donnerstag waren für einige dann Frühaufsteher-Qualitäten gefordert. Die erste Gruppe ritt um 8 Uhr bei Carsten-Otto Nagel. Danach kam die Gruppe von Janne Friederike Meyer und zum guten Schluss sprang Ronny Preißler für den verhinderten Marco Dierks ein. Jeder Trainer nahm sich für seine Schützlinge Zeit und vermittelte durch die über alle Maßen vorhandene Kompetenz schnell Erfolgserlebnisse. Genaues Reiten und überlegtes Handeln einten alle Trainingseinheiten. Selbst bei dem von Janne Friederike Meyer eingeworfenen Stafetten-Springen war Köpfchen gefragt. Bei den an die Reiteinheiten anschließenden Interviews der Jungs mit den Trainern war immer wieder zu hören, dass gerade das Trainieren mit Kindern viel Freude bringt.

Vielen Dank an alle die dies für uns ermöglichen sagen die reitenden Jungs von Heike Petersen aus Schleswig Holstein.

Heike V.

 

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Ostermontag - strahlender Sonnenschein - hügelige Knicklandschaft mit Weitblick - typisch Holstein - eine Vielfalt von Gelände- und Naturhindernissen: wir befinden uns im Pferdefreizeitpark Eidertal in Reesdorf. Schauen, durchatmen, wirken lassen!!! 10 Knaben mit und ohne Geländeerfahrung, eingeteilt in Gruppen, trainieren ihre Ponys/Pferde nach Weisung des weit über die Grenzen hinaus bekannten Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder, der selbst hoch zu Ross die Jungs mit wertvollen und praktischen Tipps an Tiefsprünge, Treppen, Gräben, Wasser, Baumstämme, Buschhürden usw. heranführte. Eine taktisch klug gewählte Symbiose - gemeinsam Reitern und Vierbeinern Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln um das gesteckte Ziel zu erreichen und gleichzeitig (ganz schön clever) das Zeitfenster nutzen, um eines seiner Pferde zu bewegen. Das Abenteuer Heuherberge in Dätgen gipfelte nach diversen Spielaktionen im Bullenreiten. Der Herbergsvater war von der "Sattelfestigkeit" der Jungs total überrascht. Carl-Ludwig war nicht abzu-schütteln und der "Bulle" gab schließlich auf! Hochmotiviert nach reichhaltigem Frühstück am Dienstagmorgen wurden die Ponys und Pferde gesattelt und das Vortagsprogramm fortgesetzt bzw. erweitert.

Wie war es noch gleich? - ach ja: Bügel durchtreten, Unterschenkel am Gurt, Hand tief, Entlastungssitz, fleißiges und gleichmäßiges Grundtempo, beim Tiefsprung Oberkörper etwas zurück - Hand vor und evtl. etwas öffnen, damit sich das Pferd ausbalancieren kann und nicht gestört wird. Alle klar und los geht`s. Die Jungs wuchsen über sich hinaus, ritten zum Teil beherzt dicke "Klamotten" an und problemlos noch mit Blick in die Kamera drüber hinweg. 10 "junge Männer" mit Perspektive: an beiden Tagen zusammen über 200 Sprünge - und kein Sturz! Danke Kai für Deinen ehrenamtlichen Einsatz sagen: Nane Dehn, Lukas Hawer, Mattis Hoffmann, Carl-Ludwig Hirschberg, Antonius Marancone, Janik Prehn, Silas von Holleuffer-Kypke, Cornelius Speck, Mika Sternberg und "Sohnemann" Mathies.

Wir kommen gerne wieder!

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Am 02.01.2015 als Auftakt für das neue Jahr war Takt das Stichwort für die Herrn. Die Jungs von Heike Petersen aus der Initiative „Jungs aufs Pferd“ waren eingeladen bei Martina Hannöver Sternberg der Dressurtrainerin der Australischen Nationalequipe zu trainieren. Hier wurden die Leitlinien einer jeder Reiteinheit von der Basis aufgebaut. Den ersten drei Punkten der Ausbildungsskala, Takt Losgelassenheit und Anlehnung wurde dabei ein gravierendes Augenmerk geschenkt. Schnell konnte sich Frau Hannöver Sternberg ein Bild über den einzelnen Schüler machen und mit gezielten Anweisungen so jeden bis zu diesem Basispunkt verhelfen. „Ich kann dir nur sagen wie es geht, machen musst du das selber.“ Das war ein häufig gebrauchter Satz. Genau das bringt auf den Punkt was viele Reiter vom Unterricht erwarten, der Reitlehrer soll`s richten. Ein berühmter Satz von Ludger Beerbaum ist: „Qualität kommt von quälen und zwar der Reiter nicht das Pferd!“. Ein über längere Zeit falsches oder gar nicht erlerntes Körpergefühl wird auch über längere Zeit einer Neuordnung bedürfen. Die Einsicht und der Wille dies zu erlernen ist der erste Schritt. So hatten auch einige der Neulinge in der Truppe, die Erkenntnis verinnerlichen können. Mit hochrotem Kopf auf einem schön schwingenden Pferderücken und einem zufrieden kauenden Pferd war manchem der „a ha Effekt“ ins Gesicht geschrieben. Die Reiter mit weiter ausgebildeten Pferden übten sich im Erlernen von Lektionen, die mit Leichtigkeit gelingen sollten. Hier war oft weniger mehr und der Erfolg war schneller da als gedacht. Frau Hannöver Sternberg erkannte sofort wo die Kommunikation von Oben nach Unten unterbrochen war. Bei Umsetzung der vorgegebenen Veränderungen war der Faden ganz schnell wieder aufgenommen. Hier wünschen sich die Teilnehmer auf jeden Fall eine Wiederholung dieses Trainings der „Extraklasse“. Frau Petersen kann wie wohl nur wenige im Land zwischen den Meeren durch ihre persönlichen Kontakte besondere Trainer für die Sache „Jungs aufs Pferd“ gewinnen. Auch Kinder ohne „Ausnahmetalent“ werden so motiviert ihr Bestes immer noch ein bisschen besser werden zu lassen. Gerade die Jungen bis 15 Jahre fühlen sich oft in der von Mädchen dominierten Pferdewelt nur mit Verstärkung wohl. Alle Teilnehmer bedanken sich besonders bei Fr. Hannöver Sternberg für Ihre knappe Zeit zwischen den Kontinenten und beim Orga Team von Jungs aufs Pferd für ihr unermüdliches Engagement.

Heike Volbert

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Die Tage zwischen den Tagen mit neuem Wissen und sportlichem Ehrgeiz zu füllen ist für Heike Petersen und ihrem Organisationsteam eine Investition in ihr laufendes Projekt „Jungs aufs Pferd“ das sie nunmehr schon seit Jahren unermüdlich betreiben. Am 29.12.2014 fand im Reitzentrum Hanstedt bei Peter Teeuwen, dem Bundes und Landestrainer der Ponyreiter, ein Springtraining nur für Jungs statt. Die Top Bedingungen die die Teilnehmer dort vorfanden waren eigentlich nur der Einstieg zu einem sehr erfolgreichen Tag. Hr. Teeuwen der in der Jugendförderung über exzellente Erfahrung verfügt hatte ein gleichermaßen anspruchsvolles wie formendes Training vorbereitet. Die Teilnehmer waren in Gruppen eingeteilt, die in etwa dem Selben Leistungsstand endsprachen, so dass sehr zielorientiert gearbeitet werden konnte. Jede Gruppe hatte zwei Reiteinheiten. Am Vormittag war präzises Reihenreiten mit korrekter Linienführung die Herausforderung. Am Nachmittag wurde das gelernte gleich wieder im Parcours abgefragt. Genaues anreiten mit vorgegebenen Galoppsprüngen gepaart mit Rhythmus und kontrollierter Linienführung war das Ziel. Alle Reiter von E- M Niveau nahmen an diesem Tag Erkenntnisse über ihre „Lücken im System“ mit. Die Hausaufgaben für die laufende Winterarbeit waren also verteilt. Als Heike Petersen sich mit ihren Schützlingen für die hervorragende Lehrstunde bei Hr. Teeuwen bedankte, haben sich alle über den Abschlusssatz besonders gefreut: “Dann sehen wir uns sicher nächstes Jahr wieder.“. Denn besser werden, da sind sich alle einig, das wollen sie auf jeden Fall.

Heike Volbert

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21 Jungs hatten sich in die Helferliste für das Springturnier Holstein International eingetragen, um an vier Tagen Reitsport hautnah im Parcours zu erleben und ihre Kenntnisse im Parcoursbau zu vertiefen. Dafür mussten viele Jungs und Eltern schon sehr früh aufstehen, da die ersten Prüfungen bereits um 8.00 Uhr begannen. Die Veranstalter waren vom großen Einsatz und Ehrgeiz, mit dem die Jungs den Helferdienst durchgeführt haben, begeistert. Alle anfallenden Tätigkeiten wurden von unseren Jungs ausgeführt, vom Stangen aufheben während der Prüfungen, über das Abmessen der Distanzen beim Aufbau des neuen Parcours, sowie das eigenständige Aufbauen und Einmessen von Hindernissen. Erstaunt waren einige Eltern als ihre Jungs plötzlich mit Eimer und Lappen durch den Parcours liefen und die Stangen der Hindernisse gründlich putzten. Für diesen enormen Einsatz bedankte sich der Veranstalter bei den Jungs mit einer eigenen internationalen Springprüfung dem Team Cup von „Jungs aufs Pferd“, an dem 18 Jungs teilnahmen. Den Vorschlag der Jungs, dass sie bei dieser Veranstaltung eine kombinierte Springprüfung mit einem Läufer durchführen möchten, nahm der Veranstalter gerne auf und entwickelte ein 2 – Phasenspringen, bei dem die erste Phase geritten und die 2. Phase durch einen Läufer mit dem Ball abgelaufen wurde. Die zahlreichen Zuschauer waren begeistert und brachten die Holstenhalle mit ihren Anfeuerungsrufen fast zum Beben. Die Prüfung begann mit den Jungs die ihre Ponys – und Pferde über Hindernisse der Klasse A ritten, gefolgt von den Jungs, die einen E - Parcours ritten. Alle Jungs hatten sich routinierte Läufer organsiert, die die Klippen ihres Laufparcours eindrucksvoll meisterten. Nach einer Stunde stand der Sieger fest. Tjade Carstensen gewann mit seinem ehrgeizigen Pony Tara und seinem Läufer Lasse Friedrichsen, die genauso wie Tjade nur den Sieg vor Augen hatten, den ersten Team Cup von „Jungs auf´s Pferd. Thore Stieper, der bei allen Jungs für seine routinierten und schnellen Ritte bekannt ist sattelte sein Pony Little Boy K und organisierte sich seinen Vater Sönke als Läufer. Thore gab alles und kam knapp an die Zeit von Tjade heran. Damit wurde Thore mit einem gut durchdachten und zügigen Ritt, sowie einer schnellen Runde seines Vaters Zweiter. Dritte wurden Ferdinand Schäfer mit seinem Pony Richman`s Rembrandt und Läufer Lasse Kühl. Das Team hatte von Anfang an sein Grundtempo auf Sieg eingestellt und mit einer flotten Nullrunde und einem schnellen Spurt mit dem Ball sich in den Medaillenrängen platziert. Den vierten Platz belegte Tom – André Trinczek auf Pandora, mit seinem Läufer Jan Luca Holtz, der als Fußballer leider die Füße des Fangständers nicht gesehen hat und zwischendurch eine kleine Pause im mit Pferdeäpfeln angereichertem Sand machen musste. Cornelius Speck auf Condor, mit 11 Jahren einer unserer jüngsten Pferdereiter im Teilnehmerfeld, wurde mit einer schon recht routinierten Runde gemeinsam mit seinem Läufer Luis Laurin Holz Fünfter. Auf die weiteren Plätze kamen: Henry Jarck mit Selma und Läufer Tom-André Trinczek, Philip Volbert auf Calapuna und seinem Bruder Lutz Ole Volbert als Läufer, Jan – Luca Schmidt auf Solena mit Läufer Laurens Wenzel, Mathis Rüder auf Kaspa mit Läufer Kai Rüder, Jarried Hopp auf Gela mit seinem Bruder Lennard Hopp als Läufer, Constantin Meinert auf Floriano mit seinem Läufer Tim Luca Bauer, Carl – Ludwig Hirschberg auf Nestor mit Läufer Jarried Hopp, Michel Wehnsen auf Lucky und Läufer Julian Schlobohm, Tim Luca Bauer auf Hope of Hapiness mit Läufer Constantin Meinert, Laurenz Wenzel auf Pina Colada mit Läufer Mick Salzmann, Torben Carstensen auf Carla Calucci mit Läufer Henry Jarck, Carsten Schulz auf San Antonia mit Läufer Robbin Kamentz und Nane Dehn auf Bingo mit Läufer Ole Heitmann. Sehr ungeduldig warteten die Jungs anschließend auf ihre internationale Siegerehrung, denn der Veranstalter hatte auch den Team Cup von Jungs auf´s Pferd als internationale Prüfung klassifiziert und alle teilnehmenden Jungs zur Siegerehrung einreiten lassen. Es war eine kaum beschreibbare Kulisse, als die 18 Jungs mit ihren Läufern und ihren Ponys / Pferden vor der Haupttribühne standen und beim Erklingen der Deutschlandhymne plötzlich alle „gerade und ruhig“ auf ihren Ponys und Pferden saßen und auf die Deutschlandfahne blickten. So manchem Elternteil standen dabei die Tränen in den Augen. Wir danken allen Jungs, die dazu beigetragen haben, dass sich „Jungs auf´s Pferd“ in Neumünster so positiv dargestellt hat und würden uns freuen, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid. Der Veranstalter war von den Jungs so begeistert, dass er die Jungs gerne wieder einlädt.

Euer Orgateam

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