Im Landeswettkampf der Großpferde bewarben sich: Niklas Theise, Dominik Jochem, Finn von Schmeling‚ Philip Schaube, Joseph Tietje, Marcel Löb und Robin Frank mit beachtlichen Ergebnissen um die begehrte Landesstandarte.

Abteilung für Herausbringen 7,9, Sitz u. Einwirkung der Reiter 8,5, Rittigkeit der Pferde 7,8 und Bahndisziplin 7,9. In den Einzelprüfungen je einen 4. Platz im Gelände mit 7,6 für Finn von Schmeling und Marcel Löb in der Dressur mit 6,8, im abschließendem Springen der 3. Platz für Robin Frank. Im Gelände traten Niklas Theise und erstmals überhaupt in einer Crossprüfung Philip Schaube an. Dominik Jochem unterstützte die Mannschaft mit einem Springpferd in der Teilprüfung Dressur und Joseph Tietje absolvierte eine stillistisch blitzsaubere Runde im Parcours. Gesamtresultat Platz 7 als jüngstes Team von 21 Mannschaften.

Die kurzfristig neu zusammengestellte Juniorenmannschaft landete bei 33 teilnehmenden Mannschaften im Mittelfeld auf Platz 21. Im kameradschaftlichen Miteinander traten Melvin Behrens, Tom-André Trinczek, Tom Müller, Tim-Luca Bauer, Marc Lorenz, Leo von Schmeling und Phillip Volbert an. Melvin Behrens errang in der Einzeldressur mit der WN 7,8 einen 4. Platz, Leo von Schmeling auf dem Vielseitigkeitspferd seines Bruders erhielt eine 6,4. WN im Reiterwettbewerb 6,7 für Marc Lorenz, 6,5 Tim Luca Blauer und 6,1 für Phillip Volbert (Reservereiter), Stilspringen Tom André Trinczek WN 7,1 und Tom Müller WN 6,6. Die vier Noten in der Abteilungsaufgabe lagen im Querschnitt über dem Mittelwert der Notenskala. Beim Aufmarsch nahmen die Jungs den 2. Reservisten Carl-Ludwig Hirschberg mit auf die Ehrenrunde.

14 Tage später überraschten die Kleinsten beim Landesponyturnier im Gesamtfeld von 25 Teams mit dem 6. Platz in der Endabrechnung. Hochmotiviert starteten sie am Samstag beim Abteilungsreiten und ernteten die WN 8,4/ 7,8/ 7,6/8,2. Dieses Ergebnis erzielten Tom André Trinczek, Niko Batholomäus, Lennard Steindl, Jan Luca Schmidt, Nane Dehn und Tim Luca Bauer. Eine gute Vorlage für die abschließenden Teilprüfungen am Sonntag. Im Reiterwettbewerb siegte Niko Batholomäus auf Lollipop mit der WN 8. 1, Nane Dehn auf Bingo mit der WN 7,2 landete auf Platz 7. Ersatzreiter Henry Jarck mit Niko erhielt eine 6,4. Für die Mannschaftswertung begann nach Glockenzeichen die Dressuraufgabe für Lennard Steindl auf Velix L. (WN 8,7) und Tom-André Trinczek auf Pay Back (WN 7,2). Es wurde spannend, das Zwischenergebnis vor dem abschließenden Stilspringen lautete 9. Position. Alle Teams lagen ganz eng im Zwischenergebnis zusammen. Abgerechnet wird bekanntlich immer zum Schluss. Wir fieberten am Rande mit Tim Luca Bauer auf Virginia und Jan Luca Schmidt auf Lisa. Nach dem Gruß ging zunächst Tim Luca Bauer (WN 7,7 Platz 3.) und Jan Luca Schmidt (WN 7,4 ) auf die „Reise" der bunten Stangenwelt.

Wir sind stolz auf Euch. Herzlichen Glückwunsch an die „Musterknaben" der 3 Teams.

Da hält sich der Jubel in Grenzen.

Wenn aber Heike Petersen anfragt, wer am 29. Juli 2013 mit zu Wieger de Boer nach Norderstedt will, rufen alle hier. Der renommierte Dressurausbilder Wieger de Boer hatte die Schützlinge von Heike Petersen schon zum zweiten Mal zu Gast auf seiner Anlage an der Niendorfer Straße in Norderstedt. In idyllischer Lage hinter der großen Halle und den Stallungen liegt ein Viereck mit beachtlichen Ausmaßen. Das Strandhaus mit Terrasse für die Zuschauer bot Schatten bei den sommerlichen Temperaturen. Dort hatten Wieger und seine Frau Judith de Boer die kleinen und inzwischen auch schon etwas größeren Dressurschüler geladen. Nach einer kurzen Einweisung wurde nicht lange gefackelt. Da gab´s einen Knopf ins Ohr, damit auch Lob und Tadel direkt beim Reiter ankommt und los ging es. Mit viel Geduld und mancher bildhaften Erklärung hat Wieger den Jungs gelehrt, welche Übungen und Gehorsamslektionen ein durchlässiges, an den Hilfen stehendes Pferd absolvieren kann und muss, damit Dressurreiten Spaß macht. Ausreden wie: „Das geht nicht!“ wurden sogleich mit einer Demonstration von Herrn de Boer selbst entkräftet. Ob Pony oder Großpferd, alle konnten das ihnen Abverlangte zeigen. Also getreu nach dem Motto - geht nicht, gibt’s nicht - war Üben angesagt. In Zweiergruppen, die Heike Petersen nach Ausbildungsstand und Pferdegröße zusammengestellt hatte, gelang dies gut. Manche Eltern staunten nicht schlecht, als ihr Spross locker daher trabend auch noch ein breites Grinsen beim Dressurreiten hervorbrachte. Wieger erzählte so manchen Schwank aus seinem Reiterleben. Er ist davon überzeugt, dass der Fleiß in den meisten Fällen der Schlüssel zum Erfolg ist und rät: „Versucht eure Pferde zu verstehen und lehrt ihnen Euch zuzuhören, dann könnt ihr zusammen viel Spaß, Freude und Erfolg haben.“ Wieder einmal hatte Heike Petersen es geschafft, einen Spitzenreitlehrer für Ihre Jungstruppe zu gewinnen. Und weil alle männlichen Reiter eben zusammenhalten wie echte Kerle, wird es bestimmt auch im Dressurviereck eine Fortsetzung geben.

In diesem Jahr trafen sich fünfzehn Jungs zwischen 8 und 16 Jahren zum bereits im 7. Jahr in Folge statt findenden Sommerferiencamp für reitende Jungs bei Familie Dehn in Schwesing in der Nähe von Husum.

Heike Petersen und Malte Dehn hatten sich ein spannendes Programm mit viel Action ausgedacht. Um die überschüssige Energie loswerden zu können, wurde bei einer Kanufahrt auf der Treene der Teamgeist im Boot gegen Wind und Wellen abgefragt.Handwerkliches Geschick war bei dem Bau des Tores für das abschließende Ringreiten gefordert. Eine Betriebsführung der ATR Futtermittelfirma im Husumer Hafen mit Aussicht vom 40 Meter hohen Silo über Nordfriesland und Weitblick über die Nordsee rundeten das Rahmenprogramm ab.

Das Hauptprogramm des viertägigen Aufenthaltes bildete aber das Reiten – über Sprünge versteht sich! In den vergangenen Jahren reisten die Pferde und Ponys mit den Eltern nach einem gemeinsamen Training nach Hause und wurden am Abschlusstag wieder angeliefert. Erstmalig wurden die Jungs mit samt ihren Vierbeinern auf dem traumhaften Holsteiner Zuchthof der Familie Friedrich und Ele Dehn eingeladen. Zu verdanken ist dieses großzügige Geschenk dem neunjährigen Nane Dehn, der seinen Vater Malte und der wiederum seine Eltern von der Idee überzeugte, dass Feriencamp an der Westküste zu starten. Die Teilnahme am Abteilungswettkampf mit dem Team der reitenden Jungs auf dem Landesponyturnier in Bad Segeberg 2012 hatten Nane und Vater Malte so gut gefallen, dass sie dieses Projekt weiter unterstützen wollten.

Die Pferde zogen in für Stuten mit Fohlen bei Fuß ausgelegte XXL Boxen ein. „Mann“ könnte meinen, dass sei Auslauf genug - weit gefehlt- das täglich Reittraining mit Springgymnastik unter Leitung von Heike Petersen und einer Springstunde bei Landestrainer Werner Peters ließen keine Wünsche offen. Freiwillig wurde sogar vereinzelt der Dressursattel aufgelegt, um sich auf die Prüfung am kommenden Wochenende vorzubereiten. Ausreichend Spaß hatten die Jungs beim erfrischenden Bad in der Nordseebrandung, beim Kloppstockspringen über Gräben und beim Rodeo auf dem schwarzen Shettyhengst auf der Hauskoppel, Abenteuerfeeling am Lagerfeuer und beim Grillen waren inklusive.

Unser Dank für die schöne Zeit und die Gastfreundschaft gilt der Familie Dehn. Auch Werner Peters danken wir für seine Unterstützung des Projektes „Jungs aufs Pferd“, sowie Wieger Derk de Boer und Bundestrainer der Ponyspringreiter Peter Teuween, bei denen ein Lehrgang für Dressur bzw. Springen erneut stattfindet wird. Dank auch an Heike Petersen, die durch das Projekt den reitenden Jungs viele Freundschaften, Kontakte und sportliches Weiterkommen ermöglicht hat.

Beim 7. Jungs-Camp an der Westküste waren dabei: Niko Bartholomäus, Tim Luca Bauer, Torben Carstensen, Nane Dehn, Lukas Hawer, Ole Heitmann, Carl-Ludwig Hirschberg, Henry Jarck, Marc Lorenz, Jannik Nehring, Jan-Luca Schmidt, Patrick Soballa, Lutz Ole und Phillip Volbert, Laurens Wenzel

Am 10. Oktober diesen Jahres war es wieder soweit. Ein von den „reitenden Jungs“ langersehnter Springlehrgang. Aber nicht irgendein Springlehrgang, sondern einer bei dem Landes- und Bundesponytrainer Peter Teeuwen. Der Lehrgang fand im Reitzentrum Hanstedt, am Rande der Lüneburger Heide statt und wurde von Reinhold Trinczek organisiert. An dem Lehrgang nahmen 10 männliche Nachwuchsreiter teil, unter denen auch Trinczeks Sohn Tom-Andre war. Vom Springreiterwettbewerb- bis zum M-Niveau, war alles vertreten. Der jüngste Teilnehmern war der 9-jährige Nane Dehn auf seinem Pony Bingo. Mit 18 Jahren war Corvin Porten, der Why Not gesattelt hatte, der älteste unter den Teilnehmern. Dank Heike Petersen, die die Initiative „Jungs auf‘s Pferd“ ins Leben gerufen hatte, konnte der Lehrgang stattfinden. Reinhold Trinczek hatte den Pferdewirtschaftsmeister gefragt, ob er sich für die Jungs einen Tag Zeit nehmen könnte. Teeuwen war sofort Feuer und Flamme für die reitenden Jungs. Er lobte das Konzept von Jungs auf’s Pferd und war begeistert von der Möglichkeit für Jungs sich gegenseitig im Reitsport zu motivieren. „Sie können sich austauschen und untereinander Tipps geben. Die „Großen“ können an die „Kleinen“ Erfahrungen weitergeben, dass hilft nicht nur den Anfänger, sondern stärkt auch die Position der Erfahreneren“, so Teeuwen. Und er machte seine Sache sehr gut. Alle Teilnehmer und Zuschauer lobten den Springtrainer und bestätigten was offensichtlich war, sie haben viel gelernt. Die Teilnehmer wurden auf Grund ihrer Erfahrungen in Gruppen geteilt. Den Anfang machten die Reiter mit dem Springreiterwettbewerb-Niveau und es wurde sich dann auf das Niveau M hoch gearbeitet. Es gab 2 Trainingseinheiten, die erste diente für Gymnastik und Reittechnik, so konnte sich Teeuwen auch schon auf die Jungs mit ihren Pferden einstellen. In der zweiten begann dann das richtige Springtraining. Aber bevor die Runde zwei begann, kamen alle in dem Restaurant „Bayrisches Haus“, dass gleich an den Reitstall grenzt, zum Mittag zusammen. Nachdem Pferd und Reiter erholt waren, ging es gleich mit der nächsten Gruppe weiter. Teeuwen achtete darauf, dass er seinen Unterricht an die Leistung der Reiter richtete. Er verlangte nicht zu viel von Pferd und Reiter. Bei den Jüngeren achtete er darauf, dass sie rhythmisch und ausbalanciert ritten. Bei den erfahreneren Reitern legte er großen Wert auf eine flüssige Vorwärtsbewegung und gab ihnen eine Kostprobe der neuen Stil-Springprüfung „Weg und Zeit“, die ab der nächsten Saison in der LPO steht. Teeuwen machte allen Teilnehmern deutlich, dass wenn man zu dicht an das Hindernis kommt, man dem Pferd nur wenig Chancen lassen kann, um sicher über den Sprung zu kommen. Auch erklärte er, dass sich der optimale Absprungpunkt sich nach der Höhe des Sprunges richtet und dass der Reiter sich die Distanz zum Sprung rechtzeitig einteilen muss. Aber Peter Teeuwen ist nicht der einzige, der die Jungs auf ihrem Weg zum Erfolg unterstützt. Auch Tjark Nagel trug schon seinen Teil zu der Ausbildung der Jungs bei. Und Hinrich Romeike gab den Jungs sogar schon zweimal einen Geländelehrgang. Auch aus der Dressur erhielten sie Unterstützung von Wieger Derk de Boer, der im Juli dieses Jahres einen Dressurlehrgang auf seiner Anlage gab. Der Lehrgang war erstaunlicher Weise gut besucht, selbst Heike Petersen hatte nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet, da Dressur nicht gerade so spannend ist, wie Spring- oder Geländereiten zumindest für Jungs. Aber grundsätzlich ist die Anzahl der reitenden Jungs, seit der Entstehung von „Jungs auf‘s Pferd“, stetig gestiegen. Von allen Seiten bekommen die jungen Reiter Lob für ihre Sache und erkämpfen sich nach und nach den Respekt bei der weiblichen Mehrheit.

Ein ausführlicher Bericht vom Springlehrgang beim Bundestrainer Peter Teuween in Hanstedt geschrieben von Leon Salzmann ist demnächst in der Fachzeitschrift St. Georg mit Fotos vom Verlagsfotografen zu finden.